Akademiekurs, Malerei
Landschaftsformen in der tibetischen Kunst
Kurs-Nr. 064-22 |
14 Teilnehmer
| 480 EUR pP |
Mo 04.07.- Sa 09.07.2022| 6 Tage
MO-FR 10-17 Uhr| SA 10-13 Uhr

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Kloos_Materialliste_spirituelle buddhistische Kunst

EINE ANDERE KULTUR STUDIEREN
In diesem Seminar studieren wir √ľber die Zeichnung die Landschaftsformen aus der tibetischen Kulturform. Es ist besonders interessant wie Wolken, Wasser, Berge, B√§ume oder Blumen aus der Natur abstrahiert werden. Dieses Studium bietet ein gutes R√ľstzeug f√ľr die realistische Formerfassung und die Methode des Zeichnens ist au√üerordentlich ergiebig f√ľr unsere Kunstauffassung im Westen.
Aus dieser Zeichenerfahrung kann man innere Ruhe, Konzentration, in einfachen Schritten die realistische Formerfassung und vor allem Kenntnis √ľber eine uns fremde Kunstform gewinnen.
Es gibt in diesem Seminar sehr klare Arbeitsschritte, Vorlagen, Arbeitsbesprechungen und t√§gliche Vortr√§ge mit Beispielen der tibetischen Kunst und der Gegen√ľberstellung zur westlichen Kunstgeschichte.
Am Beispiel der tibetischen Kunst, die vor rund 1000 Jahren als der Buddhismus durch historische Umw√§lzungen von Indien nach Tibet gelangte, k√∂nnen wir heute auf eine Kunstform blicken, die neuerlich in ihrem Bestand bedroht ist. Vielen ist die tibetische Kunst als ‚ÄěThangka Malerei‚Äú bekannt und diese Kunstform ist eine perfekte Mischung von unterschiedlichen Traditionen der Regionen aus dem Himalaya. Thangkas sind gerollte Bilder, die die Nomaden mit sich f√ľhrten. Sie erz√§hlen aus dem Leben und den Lehren von Buddha. Aber nat√ľrlich gibt es aus unserer westlichen Betrachtungsweise Fragestellungen, was denn nun die Kunst aus diesem Kulturraum ist, die einem tradiertem Verst√§ndnis entspringt. Im Gegensatz zu uns, die wir immer das Neue und das Individuelle im k√ľnstlerischen Gestalten suchen, ist es in dieser Kunstform genau das Gegenteil: man muss der Tradition folgen, man hat als K√ľnstler/als K√ľnstlerin scheinbar keine Gestaltungsfreiheit. Und dennoch sind viele Einfl√ľsse sichtbar, die aus Europa kommend, in diese buddhistische Kunstform aufgenommen wurden. Dazu geh√∂ren die Formentwicklung und der Goldene Schnitt – Kulturleistungen der alten Griechen, die durch Alexander dem Gro√üen nach Asien gebracht wurden.
Die Thangka Malerei, auch als Himalaya Kunst bekannt, wurde im 7. ‚Äď 12. Jahrhundert auch durch die vorhandenen Stile aus Nepal, China und Kashmir beeinflusst. Thangka Malerei ist mehr als eine Kunstform, es ist ein Objekt der Hingabe, ein Akt der spirituellen Praxis.
F√ľr Anf√§nger und Fortgeschrittene. Luise Kloos studiert seit 2009 die tibetische Kunst in Indien. J√§hrlich arbeitet sie im Center for Living Buddhist Art in Dharamsala f√ľr mehrere Wochen unter der fachkundigen Leitung der international h√∂chst anerkannten tibetischen K√ľnstler Master Locho und Sarika Singh.

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