Wege zur Abstraktion in der figurativen Malerei
Auch in der zeitgenössischen Malerei bleibt das Arbeiten mit der Figur ein spannender und inspirierender Prozess. Die menschliche Figur – in all ihren Facetten – soll dabei selbstverständlich ein zentrales Thema sein. Ebenso wollen wir uns mit dem sie umgebenden Bildraum beschäftigen, der nicht selten für die Erzählkraft (und ohnehin für die Bildkomposition) ebenso bedeutend ist wie die dargestellten Figuren selbst.
Ein besonderes Anliegen in dieser Woche ist es, konkrete Wege und Strategien hin zu einer überzeugenden Abstraktion zu entwickeln. Eine solche Verfremdung und Umformung stellt das figurative Arbeiten keineswegs in Frage – ebenso wenig wie unsere Absicht, mit Bildern Geschichten zu erzählen. Im Gegenteil: Durch einen freieren, abstrakteren Umgang mit Form und Inhalt entsteht eine dichtere, emotional erfahrbare Malerei und eine lebendigere Figürlichkeit.
Um dem Thema „Wege zur Abstraktion“ ausreichend Raum zu geben, verzichten wir bewusst auf das Arbeiten nach Modell. Bestehende Aktskizzen und/oder Fotomaterial dürfen gerne mitgebracht werden. Kurze theoretische Einführungen und gemeinsame Gespräche unterstützen den malerischen Prozess. Auch aufkommende technische Fragen werden wir gemeinsam – in der Gruppe oder individuell – klären.
Zentrale Themen des Seminars:
• Sich der eigenen Bildabsicht bewusst werden
• Den Symbolgehalt der Figur(en) erkennen
• Das Bild und seine Elemente gezielt inszenieren
• Mut zur Abstraktion in der gegenständlichen Malerei entwickeln
• Konkrete Mittel und Strategien der Abstraktion kennenlernen
• Den Zufall als kreative Chance nutzen
• Das Umfeld der Figur als gleichwertigen bildnerischen Bestandteil begreifen
• Komposition als wesentliches Element der Malerei verstehen und anwenden






