| „Der abstrakte Maler bekommt seine Anregungen nicht von einem x-beliebigen Stück Natur, sondern von der Natur im Ganzen, von ihren mannigfaltigsten Manifestationen, die sich in ihm manifestieren und zum Werk führen.“
„Jedes Kunstwerk entsteht technisch so, wie der Kosmos entstand – durch Katastrophen, die aus dem chaotischen Gebrüll der Instrumente zum Schluß eine Symphonie bilden, die Sphärenmusik heißt. Werkschöpfung ist Weltschöpfung.“ – Wassily Kandinsky
Programm 2025- #6 Materie in Geist verwandelnLiebe Teilnehmende, liebe Kunst- und Kulturbegeisterte, seit Beginn der Kurse in der Kunstakademie vor nunmehr 30 Jahren bilden künstlerische Angebote im Bereich der abstrakten Kunst einen wichtigen Kern in der Aus- und Weiterbildung unserer Teilnehmenden. Einhergehend ist dabei, dass im 19. Jahrhundert und vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Individuum wie auch der Geist eine neue Bedeutung gewann. Das Individuum insofern als der/die Einzelne einen Stellenwert und die individuelle Perspektive auf die Welt und das Leben insbesondere in den Künsten eine wichtige Rolle zu spielen hat. Dies traf nun auch noch auf die Erfindung der Psyche und die zusehende Bedeutung der Emotion als schöpferische Kraft, die sich in den Avantgarden des beginnenden 20. Jahrhunderts Ausdruck verlieh. Der Geist und sein Zustand, die Umwendung der Philosophie in subjektive und individuelle Perspektiven und nicht zuletzt damit die Innenwelt der Außenwelt und der Gesellschaft zugänglich zu machen, sind die Kräfte, die Kandinsky zu guter Letzt in die Abstraktion führt. Die Bedeutung des Spirituellen als eine Parallelbewegung zur massiven Ausweitung wissenschaftlicher Erkenntnisse war eine wichtige Komponente für die abstrakte Kunst. Mit de Stijl und dem Bauhaus werden in den 20er Jahren objektivierte Formen und Farbenlehren entwickelt, die das Individuum zurückzudrängen scheinen und die Bedeutung der naturwissenchaftlichen Erkenntnisse über Farben und Ihre Wirkungszusammenhänge in den Vordergrund rücken. Nach den beiden Weltkriegen wandelt sich das Bild der abstrakten Kunst – insbesondere in Europa – in der Abwendung gegenständlicher Darstellungen nach den Grausamkeiten der Weltkriege und den sich damit ergebenden Bildersturm der Wirklichkeit. Abstrakter Expressionismus in den USA, in Europa das so genannte Informel, also die Bedeutung des Inneren für die Darstellung im Außen, gefolgt von Minimal Art, Farbfeldmalerei bis hin zu den unzähligen Spielarten des Abstrakten, die auch heute noch permanenter Wandlung unterliegen. Dass hierbei Subjektives, Inneres wie Äusseres und natürlich in der Folge auch rein künstlerische Bezugssysteme entstanden ist logisch und wir blicken heute auf eine Vielfalt der Ansätze, denen wir in unserem Programm in großer Bandbreite Rechnung tragen.
v.l.n.r.: Kutke, Renate_Blütenflocken_2023_Acryl_120 x 80 cm; Lokai, Bernard_ohne Titel_2018_Acrylfarbe auf Leinwand_140 x 200 cm Hierbei spielt die Farbe eine große Rolle. In Kursen wie von Joanna Gleich, Robert Zielasco, Renate Kutke, Bernard Lokai und Franz Hitzler wird die Farbe auf ihre Temperatur, ihre Geschmeidigkeit, Pastosität oder Lasur, ihre Verwandtschaften, ihre Gefühlswärme oder -kälte geprüft. Nicht weniger bedeutsam ist die Verteilung im Bildraum, die Dynamik des Auftrags oder der Einsatz von Pinsel, Spachtel oder direkt aus der Tube.
v.l.n.r.: Robert, Yvonne 15_24, 150 x 120cm; Kolata, Jan, Kunstpalast-Düsseldorf-2023-2 Mit Gerhard Almbauer, Peter Mairinger, Alfred Hansl, Yvonne Robert und Jan Kolata stellen sich Fragen danach wie wir von der gegenständlichen Anschauung abstrakte Ausdrucksformen entwickeln können. Hierbei dienen den Künstlern und Künstlerinnen oben genannte Ausdrucksmittel.
v.l.n.r.: Knaut, Manuela Karin_The power of dreams_2024_180 x 120 cm; Holthoff, Jan_Untitled; Acryl auf Leinwand_140 x100 cm_2024 Bei Harald Gangl, Manuela Karin Knaut, Stephan Geisler und Jan Holthoff treffen gestische Elemente und Farbe als Strukturen sowie als Gestaltungselemente des Bildraums in den Vordergrund. Sichtbarer Pinselstrich, strukturieren des Bildraums durch nebeneinander und übereinander angeordnete Farbflächen wie auch eine hohe dynamische Komponente zwischen Ruhe und Bewegung bestimmen diese Ansätze. Bleiben Sie also neugierig- es gibt vieles zu entdecken! Ihr Stefan Wimmer und das gesamte Team der Kunstakademie __________________________________________________________________________________
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Abstraktion von der Pike auf
mit Gerhard Almbauer Mo. 10.02.- Sa. 15.02.2025| 6 Tage |
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Großzügige Malerei
mit Joanna Gleich Mo. 10.02.- Sa. 15.02.2025| 6 Tage |
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Abstrakte Farbschichten
mit Peter Mairinger Mo. 24.02.- Fr. 28.02.2025| 5 Tage |
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Experiment und Konzept
mit Robert Zielasco Mo. 03.03.- Fr. 07.03.2025| 5 Tage |












