2026, Akademiekurs, Malerei
Zen-ga – Tuschemalerei in zen-buddhistischer Praxis
Kurs-Nr. 075-26 |
10 Teilnehmer
| 420 EUR pP |
Mo. 06.07.- Do. 09.07.2026| 4 Tage
MO-DO 10-17.00 Uhr

Materialliste

SUMI – E IST JAPANISCH UND BEDEUTET
„MALEN MIT SCHWARZER TUSCHE“ …

… und ist eine Wegekunst in zen-buddhistischer Tradition, vergleichbar mit der Kampfkunst Aikido, dem Bogenschießen oder dem Nō-Theater. Wegekünste sind zugleich Bewegungskünste.

SUMI – E IST MEHR ALS EINE TECHNIK:
ES IST EINE MEDITATIVE PRAXIS.

Als Wegekunst, wie sie im Sumi-e verkörpert wird, steht sie für eine ganzheitliche Praxis, in der Bewegungsabläufe, geistige Haltung und persönliche Entwicklung untrennbar miteinander verbunden sind.
Wiederholung, stilles Üben und die Reduktion auf das Wesentliche sind ihre zentralen Elemente. Sie ermöglichen und fördern eine prozessuale Malweise: Flüchtige und zugleich präzise geführte Pinselstriche, die sich in Momenten höchster Konzentration als Bewegungsgesten auf dem Papier einschreiben.
Bei diesen Künsten steht nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern die Konzentration auf die Handlung selbst. Sumi-e zeichnet sich durch eine konzentrierte Haltung aus, durch Reduktion und die unmittelbare Erfahrung der Pinselführung.

DER KURS:

GESTE, ATMUNG, AUGENBLICK

Dieser Kurs bietet eine Einführung in die Zen-ga Malerei – eine japanische Kunstform in der Zen-Tradition, die während der Edo-Periode entstanden ist. Zen-ga zeichnet sich durch Einfachheit, Spontaneität und die unmittelbare Erfahrung einer intuitiven Pinselführung aus. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Zusammenspiel von Technik und Spontaneität sowie der Bedeutung des leeren Raums in der Komposition.
Die Teilnehmenden setzen sich mit traditionellen Zen-ga-Motiven auseinander – darunter Blüten, Pflanzen sowie Berg- und Nebellandschaften – und erhalten zugleich Raum, diese in freien und abstrahierten Gestaltungsformen weiterzuentwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Malerei und japanischer Naturpoesie: Die Auseinandersetzung mit kurzen Naturgedichten, den Haikus, erweitert den kreativen Prozess und regt zum Nachdenken an: Wie lassen sich flüchtige Momente in Wort und Bild entfalten? Kurze Einführungen in die philosophischen Hintergründe der Zen-Tradition ergänzen die Praxis.

075-26
c_NR_Berglandschaft I_83x93cm
klassisch_NR_Orchidee_35x70cm
f_NR_Geste rot schwarz_53x53cm
g_NR_Geste schwarz lila I_38x32cm
b_NR_Flusslandschaft IV_79x58cm.jpg
l_NR_Lichtung II_40x50cm
j_NR_Lotos III_64x62cm
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