Abstrakte figurative Malerei – oder wie ein Bild entsteht
Die Leinwand ist unsere Bühne auf der wir – gleich Regisseuren – unsere Figuren, Räume und Gegenstände inszenieren. Jedes Element, jede Figur und jeder Raum trägt dabei zu dieser Wirkung bei. Umso wichtiger ist es, sich bewusst zu machen, welche Motive wir wählen und wie wir sie einsetzen.
Ein zentraler Aspekt dieser Woche ist es daher, sich über die eigenen Bildabsichten klar zu werden und gezielt mit ihnen zu arbeiten. Dabei entwickeln wir konkrete Wege und Strategien für eine überzeugende Abstraktion. Denn oft entsteht gerade durch einen freieren, offeneren Umgang mit der Figur eine größere Dichte und emotionale Präsenz.
Ein Bild zu erschaffen bedeutet, Geschichten zu erzählen – und zugleich abstrakte Flächen und Farben zu komponieren. Erst das Zusammenspiel aller Elemente führt zu einer stimmigen Komposition. „Goldene Regeln“ gibt es dabei nur bedingt: Das Sehen, Erkennen und Sensibilisieren für Formen bleibt immer ein individueller Weg.
Es ist mir ein besonderes Anliegen, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer persönlichen Bildsprache und ihrem eigenen künstlerischen Anliegen zu unterstützen und zu fördern. Theoretische Impulse, das gemeinsame Betrachten ausgewählter Werke sowie der Austausch in der Gruppe begleiten und vertiefen dabei das eigene Arbeiten.
Ich freue mich auf unsere gemeinsame Arbeitszeit.
Was wollen wir u. a. Besprechen und vertiefen:
• Sich seiner eigenen Bildabsichten bewusst werden
• Das Bild und seine Elemente „inszenieren“
• Das Umfeld der Figuren als gleichwertiges Element verstehen
• Die angestrebte Bild- Atmosphäre bewusst steuern und entwickeln
• Die Komposition und ihre Gewichtung der malerischen Flächen
• Den Zufall des malerischen Prozesses als Chance erkennen und steuern
• Mut zur Abstraktion in der gegenständlichen Malerei







