Experimentelles Malen
Stillleben bezeichnet in der Geschichte der europäischen Kunsttradition die Darstellung unbelebter bzw. religiöser Gegenstände, wie z. B. Früchte, Blumen, Jagd, Gläser, Instrumente, Bücher, Musikinstrumente, Briefe und Tintenfass usw. Die Auswahl und Gruppierung der Motive richteten sich nach inhaltlichen und ästhetischen Aspekten. Ein Stillleben zeigt den Innenraum und grenzt sich somit von der Landschaftsmalerei klar ab.
Auch im aktuellen Kunstgeschehen hat das Stillleben seine Relevanz und wir können auf viele zeitgenössische Beispiele schauen, die mit dem Interieur von heute Themen der Stille in neuer Weise bearbeiten.
Auch in diesem Seminar werden wir Fragen von Abstraktion und Realismus thematisieren. Mit experimentellen Methoden werden individuelle Themen bearbeitet. Kompositionen, Formen, Licht oder Perspektiven führen uns in die ästhetischen Fragestellungen und die Frage nach dem „Wie“ ein Bild sein soll, führt uns unmittelbar zu Fragen des Ausdrucks. Gerade beim Stillleben kommt es auf verschiedene Stimmungen an, die wir ausdrücken möchten. In diesem intensiven Workshop werden die Teilnehmenden ihre eigenen Stillleben entwickeln und sich ihrer eigenen Innenräume bewusst werden. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer werden dabei die eigenen Zugänge für das individuelle Gestalten erforschen und erweitern. Es ist ein unbedingt kreativer Vorgang, der die inneren Schätze zu Tage fördert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden ihre individuellen Wünsche und Erfahrungen zum Thema Stillleben für das Malen einbringen und in Gesprächen und Anleitungen werden die Bilder schrittweise entwickelt. Es gibt persönliche und allgemeine Arbeitsbesprechungen und täglich einen Vortrag zur Kunstgeschichte. Das alles vertieft die Lernprozesse und die Weiterentwicklung der individuellen künstlerischen Arbeit.
Individuelle Arbeitskonzepte
Tägliche Arbeitsbesprechungen und Diavorträge




